

Fachlast und Feldlast erklärt: Tragfähigkeiten von Regalen richtig verstehen
Fachlast und Feldlast gehören zu den wichtigsten Kennzahlen bei der Nutzung von Regalen. Beide Werte müssen bei der Einlagerung eingehalten werden. Nur so lässt sich verhindern, dass Risiken durch Überbelastung entstehen. Doch was steckt genau dahinter den Begriffen, und warum lassen sich die Werte nicht einfach miteinander multiplizieren?
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Fachlast und Feldlast richtig einordnen und in der Praxis anwenden, die Traglast anhand von Beispielen berechnen und typische Fehler vermeiden.
Was ist die Fachlast?
Die Fachlast gibt an, wie viel Gewicht eine einzelne Lagerebene eines Regals maximal aufnehmen darf. Sie wird in der Regel in Kilogramm angegeben und bezieht sich je nach Regalsystem beispielsweise auf einen Fachboden bzw. Regalboden oder ein Traversenpaar.
Hat ein Lagerregal eine Fachlast von 500 kg, dürfen auf der betreffenden Ebene insgesamt höchstens 500 kg gelagert werden.
Die Rolle der Lastverteilung: Gleichmäßig verteilte Last vs. Punktlast
Die angegebene Fachlast setzt in der Regel voraus, dass das Gewicht möglichst gleichmäßig über die vorgesehene Fläche verteilt wird.
Steht eine schwere Last nur auf einer kleinen Fläche, entsteht eine sogenannte Punktlast. Diese kann einen Fachboden lokal deutlich stärker beanspruchen als mehrere gleichmäßig verteilte Kartons mit demselben Gesamtgewicht.
Das bedeutet: Ein Regalboden mit einer Fachlast von 500 kg kann nicht automatisch an jeder beliebigen Stelle mit einem einzelnen 500 kg schweren Bauteil belastet werden.
Schwere Einzelteile oder Maschinenkomponenten sollten nur auf dafür geeigneten Ebenen gelagert werden. Falls nötig, können geeignete Lastverteilplatten oder spezielle Auflagen erforderlich sein.
Was ist die Feldlast?
Die Feldlast bezeichnet das maximal zulässige Gesamtgewicht, das innerhalb eines vollständigen Regalfeldes gelagert werden darf. Dafür werden die Belastungen aller belegten Ebenen eines Feldes zusammengerechnet.
Ein Regalfeld ist der Bereich zwischen zwei Regalrahmen beziehungsweise zwei Stützenpaaren. Hat ein Schwerlastregal beispielsweise eine zulässige Feldlast von 8.000 kg, dürfen alle belasteten Ebenen zusammen nicht mehr als 8.000 kg tragen. Das gilt auch dann, wenn die einzelne Fachlast auf jedem Regalboden noch nicht vollständig ausgeschöpft ist.
Wovon hängt die zulässige Feldlast ab?
Die Feldlast wird durch das Zusammenspiel der gesamten Regalkonstruktion bestimmt.
Zu den wichtigsten Einflussfaktoren gehören:
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Regaltyp und Regalsystem
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Material und Profil der Stützen
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Anzahl der Lagerebenen
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Position der untersten Ebene
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Art der Aussteifung
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die Bodenbeschaffenheit
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Verankerung im Boden
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verwendete Traversen oder Fachböden
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Aufbau gemäß Herstellerangaben
Werden Ebenen nachträglich entfernt, ergänzt oder in der Höhe verändert, kann sich die zulässige Feldlast verändern.
Unterschied zwischen Fachlast, Feldlast und Gesamtlast in der Übersicht
Fachlast und Feldlast beziehen sich auf unterschiedliche Bereiche eines Regals. Beide Angaben müssen unabhängig voneinander kontrolliert werden.
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Begriff |
Bedeutung |
Beispiel |
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Fachlast |
Maximale Belastung einer einzelnen Ebene |
höchstens 500 kg auf einem Fachboden |
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Feldlast |
Maximale Belastung aller Ebenen eines Regalfeldes zusammen |
höchstens 1.600 kg im gesamten Feld |
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Gesamtlast |
Gesamtbelastung mehrerer Felder oder einer gesamten Regalzeile |
Summe der Belastung mehrerer Regalfelder |
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Punktlast |
Konzentrierte Belastung auf einer kleinen Fläche |
Maschinenteil mit 500 kg mit wenig Auflagefläche |
Der Begriff Gesamtlast ist nicht immer eindeutig definiert. Im betrieblichen Alltag kann damit ein einzelnes Regalfeld, eine vollständige Regalzeile oder sogar die gesamte Regalanlage gemeint sein.
Für die sichere Nutzung sollten deshalb immer die konkreten Begriffe und Werte aus den Herstellerunterlagen verwendet werden. Unklare Angaben dürfen nicht eigenständig interpretiert werden.
Zusammenspiel von Fachlast und Feldlast
Beide Werte müssen deshalb bei jeder Beladungsplanung separat geprüft werden. Die zulässige Fachlast sagt nur aus, wie hoch eine einzelne Ebene belastet werden darf. Sie bedeutet nicht, dass jede vorhandene Regalboden automatisch bis zum Maximalwert befüllt werden kann.
Die Regel lautet: Summe aller Fachlasten in einem Feld ≤ Feldlast.
So kann die Feldlast noch eingehalten sein, obwohl bereits eine einzelne Ebene überlastet wurde. Ein Lagerregal mit fünf Ebenen und jeweils 200 kg Fachlast hat daher nicht automatisch eine Feldlast von 1.000 kg.
Rechenbeispiele aus der Praxis zu Fachlast und Feldlast
Beispiel 1: Fachbodenregal im Büro, Archiv oder Keller
Ein klassisches Fachbodenregal wird häufig für Aktenordner oder Kartons genutzt.
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5 Ebenen mit je 150 kg Fachlast
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Rechnerische Summe: 5 × 150 kg = 750 kg
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Feldlast laut Hersteller: 600 kg
Ergebnis: Obwohl jede einzelne Ebene bis 150 kg belastbar ist, darf das Regal insgesamt nur mit 600 kg beladen werden. Das bedeutet, dass nicht alle Ebenen gleichzeitig voll ausgelastet werden dürfen. Entweder wird die Last pro Regalboden reduziert oder eine Ebene bleibt teilweise frei.
Beispiel 2: Schwerlastregal im Lager
Ein Weitspannregal wird zur Lagerung von sperrigen Kartons und mittelgroßen Bauteilen eingesetzt, die nicht auf Paletten gelagert werden.
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3 Ebenen mit je 600 kg Fachlast
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Rechnerische Summe: 3 × 600 kg = 1.800 kg
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Feldlast: 1.600 kg
Ergebnis: Die rechnerische Gesamtlast überschreitet die zulässige Feldlast des Schwerlastregals. Daher dürfen nicht alle Ebenen gleichzeitig voll beladen werden. Eine mögliche Lösung ist, jede Ebene nur mit etwa 500 kg zu beladen oder einzelne Regalböden gezielt geringer auszulasten.
Mehr Informationen finden Sie in unserem Artikel Schwerlastregale erklärt.
Beispiel 3: Palettenregal im Logistikbereich
Ein Palettenregal wird mit Flurförderzeugen bedient und für schwere Ladeeinheiten genutzt.
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4 Lagerebenen mit je 2.000 kg Fachlast
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Rechnerische Summe: 4 × 2.000 kg = 8.000 kg
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Feldlast: 10.000 kg
Ergebnis: Die Feldlast ist deutlich unterschritten. Die vier Ebenen können voll ausgelastet werden mit je 2.000 kg und es bleibt eine Reserve von 2.000 kg. Die Feldlast von 10.000 kg darf wiederum nicht ausgeschöpft werden, da die Fachlast nicht mehr als 2.000 kg pro Ebene erlaubt.
Wo finde ich Fachlast und Feldlast meines Regals?
Die zulässigen Belastungswerte sollten in den Herstellerunterlagen und bei vielen gewerblich eingesetzten Regalsystemen auch direkt am Regal zu finden sein.
Belastungsschild am Regal
Ein Belastungsschild befindet sich häufig am Regalrahmen oder am Anfang einer Regalzeile. Je nach Regalsystem kann es unter anderem Informationen enthalten zu Hersteller, Regalsystem oder Regaltyp, Feldlast, Fachlast, Anzahl und Position der Ebenen.
Das Belastungsschild muss zur tatsächlichen Konfiguration des Lagerregals passen. Änderungen an der Konstruktion des Regals dürfen nur nach vorheriger Absprache mit dem Händler oder Hersteller geschehen, da diese die Statik des Regals gefährlich beeinflussen können. Wurden Traversen versetzt, Fachböden ergänzt oder andere Bauteile eingebaut, können die vorhandenen Angaben veraltet sein.
Typenschild, Montageanleitung und Herstellerunterlagen
Weitere Angaben können sich auf einem Typenschild, in der Montageanleitung oder in technischen Unterlagen befinden. Hilfreich sind außerdem alte Rechnungen, Lieferscheine, Aufbaupläne und Belastungstabellen.
Wichtig ist, dass der Hersteller und das konkrete Regalsystem eindeutig identifiziert werden können. Die Werte eines anderen Modells dürfen selbst dann nicht übernommen werden, wenn Abmessungen und Optik ähnlich sind.
Was tun, wenn die Angaben fehlen?
Fehlen Belastungsschild und technische Unterlagen, darf die Tragkraft nicht allein anhand von Materialstärke, Regalhöhe oder Bauform geschätzt werden.
In diesem Fall sollte das Regalsystem zunächst eindeutig identifiziert werden. Dazu kann es hilfreich sein, den Hersteller oder ursprünglichen Lieferanten zu kontaktieren, vorhandene Rechnungen und Lieferscheine zu prüfen sowie Produktkennzeichnungen an Stützen und Traversen zu suchen.
Auch alte Montageunterlagen können wichtige Hinweise liefern. Falls diese Schritte nicht ausreichen, kann ein Fachbetrieb mit der Identifizierung beauftragt und die Belastbarkeit fachkundig beurteilt werden. Bis zur Klärung sollten keine hohen oder unbekannten Lasten eingelagert werden.
Warum Tragfähigkeitsangaben so wichtig sind
Fachlast und Feldlast dienen nicht nur der technischen Orientierung. Sie sind eine wichtige Grundlage für den sicheren Betrieb eines Lagers. Werden Regale überlastet, können sich Fachböden, Traversen oder Stützen verformen. Im schlimmsten Fall verlieren einzelne Bauteile oder das gesamte Regalfeld ihre Stabilität.
Auch die beste Regalplanung hilft wenig, wenn Belastungsschilder fehlen, nicht mehr lesbar sind oder nicht zum tatsächlichen Aufbau passen. Änderungen an einem Regalsystem sollten dokumentiert werden. Nach relevanten Umbauten muss geprüft werden, ob die bisherigen Belastungsangaben weiterhin gelten.
Auch regelmäßige Kontrollen und eine fachgerechte Regalprüfung nach DIN EN 15635 tragen dazu bei, Schäden und Sicherheitsrisiken rechtzeitig zu erkennen.
Europäische Normen für Tragfähigkeit und Durchbiegung
Bei unterschiedlichen Regaltypen werden unterschiedliche Normen hinsichtlich der Berechnung der Traglasten und Toleranzen bei der Anwendung im Alltag angewendet.
Bei Palettenregalen regeln folgende europäische Normen unterschiedliche Bereiche.
EN 15512 – Tragfähigkeit und statische Berechnung
Die EN 15512 legt fest, wie die Tragfähigkeit eines Palettenregals statisch berechnet wird. Dabei müssen bereits Sicherheitsreserven rechnerisch berücksichtigt werden, sodass die angegebene Nutzlast um einen Faktor von 1,54 niedriger ist als die rechnerische Grenzlast eines Bauteils.
Ein Beispiel: Beträgt die rechnerische Tragfähigkeit einer Traverse 4.000 kg, wird ein Sicherheitsbeiwert von 1,54 angewendet. Somit dürfen nur rund 2.597 kg als zulässige Tragfähigkeit angegeben werden.
Es sollte trotzdem niemals die angegebene Nutzlast überschritten werden, auch wenn in der Berechnung nach EN 15512 eine Sicherheitsreserve berücksichtigt ist.
EN 15620 – Toleranzen, Abstände und Verformungen
Die EN 15620 regelt unter anderem zulässige Toleranzen, Abstände und Verformungen in Regalanlagen. Dazu gehört auch die zulässige Durchbiegung von Traversen unter Last.
Bei einer Durchbiegungsgrenze von L/200 darf sich eine 2.000 mm lange Traverse unter Last um höchstens 10 mm durchbiegen. Diese Werte gelten für entsprechend ausgelegte Palettenregale und dürfen nicht pauschal auf andere Regalarten übertragen werden.
Maßgeblich sind immer die Herstellerangaben.
Wie Sie die Traglast prüfen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Die tatsächliche technische Tragkraft eines Lagerregals kann nicht einfach selbst berechnet werden. Sie wird vom Hersteller beziehungsweise auf Grundlage einer statischen Auslegung festgelegt.
Was Sie jedoch prüfen können, ist, ob die aktuelle Beladung innerhalb der vorgegebenen Fach- und Feldlast liegt.
Schritt 1: Belastungsangaben kontrollieren
Prüfen Sie zunächst das Belastungsschild und die Herstellerunterlagen. Notieren Sie:
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zulässige Fachlast
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zulässige Feldlast
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maximale Ladeeinheit
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gegebenenfalls Traversenlast
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Anzahl und Position der Ebenen
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Hinweise zur Lastverteilung
Stellen Sie außerdem sicher, dass die Angaben tatsächlich zum vorhandenen Regalsystem und zum aktuellen Aufbau gehören.
Schritt 2: Gewicht des Lagerguts ermitteln
Ermitteln Sie das tatsächliche Gewicht der eingelagerten Waren. Unbekannte Gewichte sollten nicht grob geschätzt werden.
Nutzen Sie Produktangaben, Versanddaten oder eine geeignete Waage.
Schritt 3: Belastung jeder Ebene addieren
Addieren Sie alle Gewichte, die auf einer einzelnen Ebene lagern. Das Ergebnis darf die zulässige Fachlast nicht überschreiten.
Prüfen Sie zusätzlich, ob das Gewicht gleichmäßig verteilt ist. Eine Ebene kann trotz eingehaltenem Gesamtgewicht kritisch belastet sein, wenn ein schweres Lagergut nur auf einer kleinen Fläche aufliegt.
Schritt 4: Belastung des gesamten Feldes addieren
Addieren Sie anschließend die Belastungen aller Ebenen innerhalb eines Regalfeldes. Das Ergebnis muss unterhalb der zulässigen Feldlast bleiben.
Beispiel:
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Ebene 1: 300 kg
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Ebene 2: 450 kg
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Ebene 3: 350 kg
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Ebene 4: 250 kg
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Feldlast laut Hersteller: 1.600 kg
Gesamtbelastung: 300 kg + 450 kg + 350 kg + 250 kg = 1.350 kg
Die zulässige Feldlast von 1.600 kg ist rechnerisch eingehalten.
Schritt 5: Regalzustand und Aufbau kontrollieren
Eine zulässige Beladung setzt voraus, dass das Regal ordnungsgemäß aufgebaut und unbeschädigt ist. Beschädigte Bauteile können die ursprüngliche Tragfähigkeit beeinträchtigen.
Welche Faktoren verändern die Tragfähigkeit eines Regals?
Die Tragkraft ergibt sich aus der gesamten Konstruktion und darf nicht anhand einzelner Bauteile beurteilt werden.
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Breite, Tiefe und Material der Lagerebene: Größere Spannweiten erhöhen die Belastung von Fachböden und Traversen. Auch Material und Bauweise sind entscheidend (z. B. Spanplatte, Stahlblech, Gitterrost). Austausch oder Änderung von Böden ist nur zulässig, wenn sie systemkonform und freigegeben sind.
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Abstand und Position der Regalebenen: Ebenenabstände beeinflussen die Belastung der Stützen. Große Abstände erhöhen die Beanspruchung. Ebenen dürfen daher nicht beliebig versetzt oder ergänzt werden.
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Lastverteilung und Schwerpunkt: Ungleichmäßige oder punktuelle Belastungen beanspruchen Bauteile stärker. Kritisch sind einseitige Lasten, hohe Schwerpunkte oder überstehende Güter. Schwere Waren gehören meist nach unten, jedoch immer innerhalb der zulässigen Werte.
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Schäden, Umbauten und Fremdbauteile: Beschädigte Bauteile oder fehlende Sicherungen reduzieren die Tragfähigkeit. Bauteile verschiedener Hersteller dürfen nicht kombiniert werden. Nur systemkompatible Komponenten verwenden.
Was passiert bei Überlastung?
Eine Überlastung führt nicht zwangsläufig zum Einsturz. Häufig entstehen zunächst Verformungen oder Schäden, die sich mit jeder weiteren Belastung verschlimmern können.
Erste Anzeichen einer Überlastung
Mögliche Warnzeichen sind:
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übermäßig durchgebogene Fachböden
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verformte Traversen oder Stützen
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gelöste Verbindungen oder herausgedrückte Sicherungsstifte
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instabiler Stand oder Schiefstellung
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ungewöhnliche Geräusche
Nicht jede sichtbare Durchbiegung bedeutet automatisch, dass das Regal bereits unzulässig belastet ist. Laut der europäischen DIN EN 15620 Norm, ist bei Palettenregalen eine Durchbiegung von 10 mm auf 2000 mm Traversenlänge zulässig. Bei anderen Regaltypen können unterschiedliche Werte gelten.
Auffällige oder bleibende Verformungen sollten jedoch immer fachkundig geprüft werden.
Mögliche Folgen von Überlastung
Dauerhafte Überlastung kann verursachen:
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Materialermüdung und Verformungen
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Verlust der Tragfähigkeit
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herabfallende Waren
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Schäden an benachbarten Regalen
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Betriebsunterbrechungen
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Einsturz, Verletzungen und Kosten
Bei Palettenregalen können zusätzliche dynamische Belastungen durch Flurförderzeuge entstehen. Ein bereits überlastetes oder beschädigtes Regal reagiert auf Anfahr- oder Stoßbelastungen besonders empfindlich.
Weitere hilfreiche Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Regalschäden vermeiden.
Was ist bei Verdacht auf Überlastung zu tun?
Bei Verdacht auf eine Überlastung sollte der betroffene Bereich sofort gesichert werden. Weitere Einlagerungen sind zu stoppen. Sie sollten:
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Bereich sichern und nicht weiter beladen
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Belastung prüfen und ggf. reduzieren
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Regal kontrollieren lassen
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beschädigte Teile ersetzen
Beschädigte Regalbauteile sollten nicht eigenmächtig zurückgebogen oder weiterverwendet werden.
Tragfähigkeit bei gebrauchten Regalen beurteilen
Auch gebrauchte Regale können eine wirtschaftliche und zuverlässige Lösung sein. Voraussetzung ist jedoch, dass Regalsystem, Bauteile und Belastungswerte eindeutig nachvollziehbar sind.
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Belastungsangaben müssen eindeutig sein: Bei gebrauchten Regalen müssen Hersteller und System eindeutig identifizierbar sein. Wichtige Angaben sind unter anderem Regaltyp, Belastungswerte und ein passendes Belastungsschild.
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Bauteile und Zustand prüfen: Vor der Nutzung sollten alle Bauteile auf Schäden geprüft werden. Tragende Elemente wie Stützen, Traversen und Fachböden müssen unbeschädigt und vollständig sein. Nur technisch einwandfreie Bauteile dürfen verwendet werden.
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Änderungen an gebrauchten Regalen: Anpassungen wie veränderte Höhe oder zusätzliche Ebenen können die Tragkraft beeinflussen. Nach Umbauten sollte geprüft werden, ob die vorhandenen Belastungsangaben noch zur aktuellen Konfiguration passen.
Geprüfte Gebrauchtregale als sichere Alternative
Professionell geprüfte gebrauchte Regale können gegenüber einer Neuanschaffung Kosten sparen.
Beim Kauf über private Anbieter entstehen jedoch häufig Risiken: Herkunft und Systemzugehörigkeit sind oft unklar, Belastungsangaben fehlen oder sind nicht mehr nachvollziehbar, und mögliche Vorschäden bleiben unentdeckt. Ohne fachkundige Prüfung besteht die Gefahr, dass Bauteile nicht passen oder die tatsächliche Tragfähigkeit nicht den Anforderungen entspricht.
Der Erwerb über einen Fachhändler ist daher deutlich sicherer. Dort werden gebrauchte Regale vor dem Verkauf sorgfältig geprüft, bewertet und eindeutig einem System zugeordnet. Tragfähigkeitsangaben werden nachvollzogen und dokumentiert, sodass Käufer sich auf den Zustand der Ware verlassen können.
Bei Begra Lagertechnik werden alle gebrauchten Regale und Komponenten vor dem Verkauf professionell geprüft und auf ihre Eignung bewertet. Sämtliche relevanten Angaben sind vorhanden und entsprechen den Werten der Neuware.
10 Häufige Fehler bei der Bewertung der Tragfähigkeit
Viele Überlastungen entstehen nicht durch vorsätzlich zu hohe Gewichte, sondern durch Missverständnisse oder unvollständige Berechnungen.
Zu den 10 häufigsten Fehlern gehören:
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Fachlast und Feldlast verwechseln
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Fachlast mit der Anzahl der Ebenen multiplizieren und das Ergebnis als Feldlast annehmen
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Gewicht von Paletten und Ladungsträgern vergessen
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Lagergut schätzen statt wiegen
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punktuelle Belastungen nicht berücksichtigen oder Lasten einseitig verteilen
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zusätzliche Ebenen einbauen oder Traversen beliebig versetzen und Veränderungen nicht dokumentieren
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Angaben eines anderen Regaltyps übernehmen
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verschiedene Regalsysteme miteinander kombinieren
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beschädigte Bauteile weiterverwenden
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fehlende Belastungsschilder ignorieren
Eine einfache Gewichtsliste pro Regalboden kann bereits helfen, die aktuelle Belastung besser nachzuvollziehen. In größeren Lagern empfiehlt sich eine systematische Zuordnung von Artikeln, Gewichten und Lagerplätzen.
6 Praxistipps für den sicheren Umgang mit Traglasten
Damit Regale im Alltag sicher genutzt werden können, sollten einige grundlegende Punkte beachtet werden. Diese helfen dabei, Überlastungen zu vermeiden und die Stabilität dauerhaft zu gewährleisten:
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Gewichte realistisch ermitteln: Erfassen Sie das Gewicht Ihrer Lagergüter möglichst genau. Berücksichtigen Sie dabei auch Verpackungen, Paletten oder Behälter. So lässt sich besser einschätzen, ob Fach- und Feldlast eingehalten werden.
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Belastung regelmäßig überprüfen: Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen, ob sich die tatsächliche Beladung verändert hat. Besonders bei wechselnden Artikeln kann sich die Gewichtsverteilung schnell verschieben.
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Sicherheitsreserve einplanen: Nutzen Sie die maximale Fachlast nicht vollständig aus. Eine gewisse Reserve sorgt dafür, dass auch bei kurzfristigen Änderungen keine kritischen Belastungen entstehen.
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Schwere Güter unten lagern: Platzieren Sie schwere Artikel möglichst auf den unteren Ebenen. Dadurch bleibt der Schwerpunkt niedrig und das Regal steht stabiler.
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Last gleichmäßig verteilen: Achten Sie darauf, dass das Gewicht nicht einseitig oder punktuell aufliegt. Eine gleichmäßige Verteilung reduziert die Belastung einzelner Bauteile.
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Hohe Regale sichern: Bei höheren Regalen kann eine zusätzliche Befestigung sinnvoll sein, um die Standfestigkeit zu erhöhen – insbesondere bei intensiver Nutzung oder höheren Lasten.
Diese einfachen Maßnahmen tragen dazu bei, Regalsysteme langfristig sicher und zuverlässig zu betreiben.
Fazit: Fachlast und Feldlast sind entscheidend für die sichere Nutzung von Regalen
Fachlast und Feldlast sind zentrale Kennzahlen, wenn es um die sichere und effiziente Nutzung von Regalsystemen geht. Beide Werte müssen immer gemeinsam betrachtet werden, da sie unterschiedliche Bereiche des Regals betreffen und sich gegenseitig beeinflussen.
Probleme entstehen häufig dann, wenn Fachlast und Feldlast verwechselt oder falsch interpretiert werden. Auch fehlende Belastungsschilder, unklare Angaben oder nachträgliche Umbauten ohne Prüfung können zu gefährlichen Situationen führen.
Wer Tragfähigkeiten bewusst berücksichtigt und regelmäßig überprüft, kann Schäden, Ausfälle und Sicherheitsrisiken vermeiden. Wer Traglasten hingegen nur grob schätzt oder ignoriert, riskiert Überlastungen, Materialschäden und im schlimmsten Fall Unfälle.
Prüfen Sie deshalb genau, ob Ihre Regale korrekt belastet sind und ziehen Sie bei Unsicherheiten eine fachliche Beratung hinzu.
Begra Lagertechnik als Partner für sichere Regalsysteme
Bei Begra Lagertechnik betrachten wir Regalsysteme ganzheitlich. Denn ein Regal ist nur dann wirklich geeignet, wenn es zur Ware, zur Belastung, zur Nutzung und zu den betrieblichen Abläufen passt. Fachlast und Feldlast sind dabei nur ein Teil der Planung. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Lagergut, Zugriff, Raum, Sicherheit und zukünftigen Anforderungen.
Wir verfügen über langjährige Erfahrung in der Planung und Umsetzung von Regalsystemen und ganzheitlichen Lagerlösungen für unterschiedlichste Branchen. Auf Basis dieser Expertise unterstützen wir Kunden bei der Auswahl passender Regalsysteme und Tragfähigkeiten von der ersten Bedarfsanalyse bis zur konkreten Umsetzung. Dazu gehören unter anderem Fachbodenregale, Schwerlastregale, Palettenregale sowie neue und gebrauchte Regale für Lager, Werkstatt und Betrieb.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Regale richtig ausgelegt sind oder welche Tragfähigkeit Sie benötigen, unterstützt Begra Lagertechnik Sie gerne mit einer unverbindlichen Beratung. Gemeinsam lässt sich prüfen, wie Ihr Lager sicherer, strukturierter und effizienter gestaltet werden kann.
Häufige Fragen zu Fachlast und Feldlast
Was ist der Unterschied zwischen Fachlast und Feldlast?
Die Fachlast bezeichnet das maximal zulässige Gewicht auf einer einzelnen Regalebene. Die Feldlast ist das maximal zulässige Gesamtgewicht aller belasteten Ebenen innerhalb eines Regalfeldes. Beide Werte müssen gleichzeitig eingehalten werden. Eine zulässige Fachlast bedeutet daher nicht automatisch, dass jede Ebene eines Regals bis zum Maximalwert beladen werden darf.
Kann ich die Feldlast aus der Fachlast berechnen?
Die Feldlast darf nicht pauschal berechnet werden, indem die Fachlast mit der Anzahl der Ebenen multipliziert wird. Die zulässige Feldlast hängt unter anderem von den Regalstützen, der Höhe, den Ebenenabständen, der Aussteifung und der gesamten Konstruktion ab. Maßgeblich sind immer das Belastungsschild und die technischen Herstellerangaben.
Wo steht die Traglast eines Regals?
Die Traglast eines Regals finden Sie normalerweise auf dem Belastungsschild, dem Typenschild oder in den technischen Herstellerunterlagen. Je nach Regalsystem werden dort Fachlast, Feldlast, Traversenlast oder das maximale Gewicht einer Ladeeinheit angegeben. Die Angaben müssen zum aktuellen Aufbau des Regals passen.
Was bedeutet gleichmäßig verteilte Last?
Eine gleichmäßig verteilte Last liegt vor, wenn sich das Gewicht möglichst gleichmäßig über die vorgesehene Lagerfläche verteilt. Mehrere Kartons über die gesamte Ebene belasten einen Fachboden anders als ein schweres Bauteil auf einer kleinen Auflagefläche. Solche konzentrierten Lasten können als Punktlast besonders kritisch sein.
Darf ich zusätzliche Fachböden oder Ebenen einbauen?
Zusätzliche Ebenen dürfen nur eingebaut werden, wenn sie zum Regalsystem passen und für den vorgesehenen Aufbau freigegeben sind. Durch neue oder versetzte Ebenen können sich die Beanspruchung der Stützen und die zulässige Feldlast verändern. Vor Umbauten sollte das Belastungsschild überprüft und der Hersteller konsultiert werden.
Was mache ich, wenn das Belastungsschild fehlt?
Fehlt das Belastungsschild, sollte das Regal nicht anhand von Schätzungen vollständig beladen werden. Zunächst müssen Hersteller und Regalsystem identifiziert werden. Anschließend können technische Unterlagen, Belastungswerte oder eine fachkundige Beurteilung eingeholt werden. Werte eines ähnlich aussehenden Regals dürfen nicht übernommen werden.
